Vom Amazon Vendor zum Seller: Eine ehrliche Bilanz und wertvolle Lektionen für Ihren Erfolg
Sie stehen vor der Entscheidung, ob Sie Ihre Produkte auf Amazon als Vendor oder Seller anbieten sollen? Sie sind bereits Vendor, aber hadern mit der Preisgestaltung und dem Kontrollverlust? Dann lassen Sie sich von meinen persönlichen Erfahrungen inspirieren!
In diesem Beitrag teile ich meine vierjährige Reise als Amazon Vendor und die Gründe, warum ich mich entschieden habe, zum Seller-Modell zurückzukehren. Lernen Sie aus meinen Erfolgen, Fehlern und Erkenntnissen, um die richtige Entscheidung für Ihr eigenes E-Commerce-Business zu treffen.
Amazon Vendor vs. Seller: Ein detaillierter Vergleich
Merkmal | Amazon Vendor | Amazon Seller |
---|---|---|
Geschäftsmodell | Sie verkaufen Ihre Produkte direkt an Amazon, das sie dann unter eigenem Namen weiterverkauft. | Sie verkaufen Ihre Produkte direkt an Kunden über den Amazon Marktplatz. |
Preisgestaltung | Amazon bestimmt die Preise Ihrer Produkte. | Sie legen die Preise Ihrer Produkte selbst fest. |
Logistik | Amazon übernimmt die Lagerung, den Versand und den Kundenservice. | Sie sind für die Lagerung, den Versand und den Kundenservice verantwortlich. |
Marketing | Sie haben Zugang zu exklusiven Marketingprogrammen von Amazon. | Sie sind für Ihre eigenen Marketingaktivitäten verantwortlich. |
Markenkontrolle | Amazon kontrolliert die Präsentation Ihrer Produkte. | Sie haben volle Kontrolle über die Präsentation Ihrer Produkte und können Ihre Marke stärken. |
Flexibilität | Sie haben weniger Flexibilität bei der Anpassung Ihrer Angebote und Preise. | Sie können Ihre Angebote und Preise jederzeit anpassen. |
Verdienst | Sie erhalten einen vereinbarten Einkaufspreis von Amazon. | Sie erhalten den Verkaufspreis abzüglich der Amazon-Gebühren. |
Geeignet für | Etablierte Marken mit hohen Verkaufsvolumen, die von Amazons Logistik und Marketing profitieren möchten. | Kleine und mittlere Unternehmen, die mehr Kontrolle über ihre Preise und Markenpräsentation wünschen und bereit sind, mehr Verantwortung für Logistik und Marketing zu übernehmen. |
Meine Erfahrungen als Amazon Vendor: Licht und Schatten
Als Amazon Vendor genoss ich einige Vorteile:
- Erhöhte Sichtbarkeit: Meine Produkte wurden prominent auf der Amazon-Plattform präsentiert und profitierten von Amazons Marketing-Power.
- Vertrauen der Kunden: Das Label “Verkauf und Versand durch Amazon” stärkte das Vertrauen der Kunden in meine Produkte.
- Logistische Entlastung: Amazon übernahm die Lagerung, den Versand und den Kundenservice, was mir viel Arbeit abnahm.
Doch es gab auch Schattenseiten:
- Preisdiktat: Amazon bestimmte die Preise meiner Produkte, was oft zu Frustration führte, wenn die Preise unter meinen Erwartungen lagen.
- Begrenzte Kontrolle: Ich hatte wenig Einfluss auf die Präsentation meiner Produkte und konnte nicht direkt mit meinen Kunden kommunizieren.
- Komplizierte Verhandlungen: Die Preisverhandlungen mit Amazon waren oft zäh und intransparent.
Der Wendepunkt: Warum ich zum Seller-Modell zurückkehrte
Nach vier Jahren als Vendor wurde mir klar, dass ich meine unternehmerische Freiheit und Kontrolle zurückgewinnen musste. Der ständige Kampf um faire Preise und die fehlende Möglichkeit, meine Marke nach meinen Vorstellungen zu präsentieren, wurden zu einem immer größeren Problem.
Die Rückkehr zum Seller-Modell war die richtige Entscheidung für mich. Ich gewann die Kontrolle über meine Preise, meine Markenpräsentation und meine Kundenbeziehungen zurück. Zwar bedeutete dies mehr Verantwortung für Logistik und Marketing, aber die neu gewonnene Freiheit war es mir wert.
Mein Fazit: Die richtige Wahl treffen
Die Entscheidung, ob Sie als Vendor oder Seller auf Amazon verkaufen, hängt von Ihren individuellen Zielen und Prioritäten ab.
Wenn Sie eine etablierte Marke mit hohen Verkaufsvolumen sind und von Amazons Logistik und Marketing profitieren möchten, könnte das Vendor-Modell das Richtige für Sie sein.
Wenn Sie jedoch ein kleines oder mittleres Unternehmen sind, das mehr Kontrolle über seine Preise und Markenpräsentation wünscht und bereit ist, mehr Verantwortung für Logistik und Marketing zu übernehmen, ist das Seller-Modell wahrscheinlich die bessere Wahl.
Wichtig: Lassen Sie sich nicht von der scheinbaren Einfachheit des Vendor-Modells blenden. Die fehlende Kontrolle über Preise und Markenpräsentation kann langfristig zu Frustration und Umsatzeinbußen führen.