Apps4 Min. lesen · Herbst 2026
Die Uhr am Handgelenk: Wear OS und Apple Watch
Warum die Uhr bei Babytakt nichts selbst rechnet und was sich nach Fotos von meinem Handgelenk geändert hat.
Babytakt hat neben der App kleine Flächen: Widget, Mitteilung, Sperrbildschirm und Uhr. Eine gemeinsame Technik für all das gibt es nicht, gezeichnet wird mindestens viermal. Teilen lässt sich nur die Antwort darauf, was gerade draufsteht. Die rechnet ein gemeinsamer Kern. Denn eine Uhr, die etwas anderes zeigt als das Widget daneben, ist schlimmer als gar keine Uhr.
Die Uhr rechnet nicht, sie zeichnet
Das Telefon schickt der Uhr einen fertigen Stand: welche Arten, in welcher Farbe, wann zuletzt. Ein Tipp auf der Uhr schickt nur die Absicht zurück. Eingetragen wird auf dem Telefon, mit demselben Schutz vor doppelten Einträgen wie beim Widget.
Ist das Telefon nicht erreichbar, steht genau das auf der Uhr, und der Tipp ist weg. Nichts wird heimlich gesammelt und später mit einer erfundenen Uhrzeit eingetragen.
Zu klein am eigenen Handgelenk
Die erste Fassung lief an meiner Pixel Watch. Auf den Fotos vom Handgelenk fand ich alles etwas sehr klein, und auf der Kachel stand Vitamin D, das ich an der Uhr nicht brauche. Nachgemessen statt geschätzt: Die Klötze waren 49 × 56 dp groß, die Uhrzeit 13 sp, und auf der Kachel standen fest die ersten drei Knöpfe der Startseite.
Jetzt stelle ich am Telefon ein, was auf die Uhr kommt: ein bis drei Klötze auf der Kachel und je Art, ob sie dort steht, hinter „Mehr“ oder gar nicht. Je weniger Klötze, desto mehr Platz bekommt jeder.

Die Menge mit der Krone
Statt drei Mengen zur Auswahl steht nach einem Tipp auf „Flasche“ gleich die Zahl da, und die Menge vom letzten Mal ist schon eingestellt. Dieselbe Menge wie zuletzt kostet zwei Tipps: Flasche, Speichern. Jede andere dreht man mit der Krone ein oder tippt − und +.
Auf der Kachel selbst geht das nicht, dort führt Wischen zur nächsten Kachel. Also öffnet sich ein eigener Bildschirm. Dafür muss die Kachel schon vor dem Tipp wissen, ob gefragt wird, und das schreibt ihr das Telefon in jeden Knopf.
Windelfrage und „Zuletzt“
Nach einer Mahlzeit fragt die Uhr „Neue Windel?“ und nach einem Ja „Was war drin?“, so wie die App und am selben Schalter. Eine zweite Kachel, „Zuletzt“, zeigt die letzten vier Einträge, der neueste oben. Ein Tipp öffnet die letzten 24 Stunden als Liste für die Krone.

Gleiche Farben wie App und Widget
Auch die Farben kommen vom Telefon. Die Uhr zeigt Stillen, Flasche, Windel und Schlaf in denselben Farben wie App und Widget, auch wenn man sie umstellt. Und sie zieht mit, wenn die App Glas, Holz oder Knete trägt. Nur hell wird sie nie: Der Grund bleibt schwarz, wegen des OLED-Bildschirms und der Ablesbarkeit in der Nacht.
Die Wear-OS-Kachel kann keine Schatten zeichnen. Holz und Knete malt die Uhr deshalb selbst als Bild, Name und Uhrzeit bleiben Text darüber. So kann die Sprachausgabe sie weiter vorlesen.
Die Apple Watch: dieselbe Rechnung
Die App soll auf dem iPhone dasselbe können wie auf Android, also kam die Apple Watch dazu. Sie ist reines SwiftUI, bekommt aber dasselbe Paket wie Wear OS und schickt dieselben Absichten zurück. Die Rechnung für beide Uhren liegt einmal im gemeinsamen Code.
Anders ist die Startseite: Auf der Apple Watch ist sie die App selbst, keine Kachel. Sie kann nach einem Tipp einen Bildschirm öffnen und muss deshalb nicht vorher wissen, ob gefragt wird. Und die Uhr wartet länger: bis zu zehn Sekunden auf die Antwort, Wear OS höchstens sechs. Das iPhone muss die App für jede Nachricht erst wecken, und im Simulator dauerte allein der Weg hinüber rund fünf Sekunden.

Wo es steht
Beide Uhren sind gebaut und getestet, im Store sind sie noch nicht. Die Wear-OS-Bilder stammen aus dem Emulator, mit Probedaten. Im Play-Eintrag ist die Uhr vorbereitet, eingereicht habe ich sie noch nicht. Die Apple Watch habe ich im Simulator durchgespielt, im App Store ist sie nicht. Offen ist der Blick auf die neue Fassung an einer echten Uhr.